In seinem berühmten Lied „Imagine“ träumt John Lennon von einer Welt ohne Grenzen, ohne Krieg und ohne Hungersnöte. Er singt: „Du denkst ich bin ein Träumer, aber ich bin nicht der einzige“. Diesen Traum teilen sich Menschen aller Glaubensrichtungen und Religionen. Der US-amerikanische Jude Matisyahu schrieb das Lied „One day“, das 2018 im Rahmen der Musikinitiative Koolulam in Haifa mit 3000 Menschen auf Englisch, Arabisch und Hebräisch eingeübt wurde. Koolulam bringt Menschen aus verschiedenen Nationen und Gesellschaftsschichten zusammen, um gemeinsam zu singen und im Alltag innezuhalten. Der Songtext ist aktueller denn je, wenn wir nach Israel und in die anderen Krisengebiete dieser Welt schauen.

Sometimes I lay under the moon
And thank God I’m breathin‘
Then I pray, „Don’t take me soon
‚Cause I am here for a reason“

Sometimes in my tears I drown
But I never let it get me down
So when negativity surrounds
I know someday,
it’ll all turn around because

All my life, I’ve been waitin‘ for
I’ve been prayin‘ for, for the people to say
That we don’t wanna fight no more
There’ll be no more wars,
and our children will play

One day, one day, one day…

In diesem angekündigten Friedensreich werden Menschen gegründet auf Gottes Wort den Entschluss fassen, Kriege zu beenden.

Der Traum von einer besseren Welt ist tief in uns angelegt. Es ist mehr als ein Wunsch, vielleicht die Gewissheit, dass es eines Tages wahr wird. Schon die Propheten Micha und Jesaja kündigen lange vor Christi Geburt an, dass die Völker eines Tages „ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln“ und sie „nicht mehr lernen, Krieg zu führen“ (Micha 4,3/Jes 2,4). In diesem angekündigten Friedensreich werden Menschen gegründet auf Gottes Wort den Entschluss fassen, Kriege zu beenden. Jesus selbst kommt dann als Friedensbringer, dessen Reich auch erst eines Tages zur Vollendung kommen wird: „Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.” (Offb 21,4).

Eines Tages wird der Wunsch nach einer neuen Welt in Erfüllung gehen. Das ist die Hoffnung, mit der wir leben. So lange lasst uns mitten im Chaos die Augen offenhalten. Manchmal entdecken wir das bereits angebrochene Friedensreich im Kleinen: Zwei Menschen, die sich nach einem Streit die Hände reichen. Menschen aus verschiedenen arabischsprechenden Volksgruppen, die hier an der AWM gemeinsam die Bibel studieren. Und vielleicht spielen im umkämpften Gazastreifen ein israelisches und ein palästinensisches Kind miteinander. In diesen Szenarien wirkt unsichtbar der Friedefürst, der diese Begegnungen ermöglicht und so einen kleinen Einblick in das Wesen seiner Herrschaft gibt.

Bildnachweis: Adobe Stock, YouTube / Koolulam