Jedes Jahr im Herbst und Winter leide ich unter den dunklen Tagen. Sehnlichst warte ich auf den Tag der Wintersonnenwende und freue mich an Laternen und Kerzen, die in der Dunkelheit leuchten. Dunkel im übertragenen Sinne war zu allen Zeiten auch das Weltgeschehen. In den aktuellen multiplen Krisen sehnen sich Menschen nach dem Licht am Ende des Tunnels und nach Hoffnungsbotschaften. Auch Israel wartete auf den, der das Heil bringt. Finster sind die Botschaften in Jes 8 und Jes 9,7 ff, die das Gericht für Israel und die Völker ankündigen. Wie ein Licht wirken deshalb die ersten Verse aus Jesaja 9. Diese Worte sind bestimmt für das Volk, das in der Finsternis lebt. Sie sind Hoffnung im Chaos:

Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst. (Jes 9,5)

Worte mit unglaublicher Strahlkraft und einer messianischen Verheißung. Der Thronfolger aus dem Hause David wird hier nach dem Vorbild der antiken Könige mit seinen Thronnamen genannt. Benannt nach dem, der Wunder-Rat, starker Gott und ewiger Vater ist. Dieser Thronfolger wird als Fürst des Friedens auftreten, Gottes Heil und den allumfassenden Frieden (Schalom) bringen. Der lange herbeigesehnte Messias wird in Jesus von Nazareth Mensch und ist der wahre Sohn Gottes. Er ist in allem das, was Gott selbst ist:

Wunder-Rat

weiser Berater
vollkommene Klarheit
Ausweg für Ausweglose
Fürsprecher
Anwalt vor Menschen und Mächten
gerecht und treu

Gott-Held

Kraft in Schwachheit
Stärke im Unvermögen
kreativer Meister
Schöpfer des Lebens
Sturmstiller
Auferstehungskraft

Ewig-Vater
bedingungslos Liebender
offene Arme – jederzeit
gedeckter Tisch
Geborgenheit
vertraute Nähe
Heimat für immer

Friede-Fürst
Friedensstifter
Vergebung leben
Versöhnung ermöglichen
Friedensreich
Friede – allumfassend, ewig
Schalom

Und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter
Sein Reich
nicht von dieser Welt
doch mitten in der Welt
Ewigkeit berührt die Zeit
der Himmel die Erde

Denn uns ist ein Kind geboren,
ein Sohn ist uns gegeben!

Jeschua HaMaschiach ist nicht nur Heilsbringer für Israel, sondern der Heiland der Welt. Er verbindet Menschen über Staats- und Kulturgrenzen hinweg, schafft Wege der Versöhnung und baut mitten in dieser Welt sein Reich auf. Das alles nahm seinen Anfang, als vor über 2000 Jahren in der kleinen Stadt Bethlehem dieser verheißene Sohn geboren wurde. Die Adventszeit erinnert uns an das Warten der Menschen damals. Sie macht uns aber auch bewusst, dass wir in der Erwartung leben, dass der Fürst des Friedens wiederkommen und sein Reich vollenden wird.

„Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst. “

Jesaja 9,5

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